Mit Wissen helfen -- sich selbst und anderen

Ab dem 25.02.2010 gibt es meinen Elternratgeber: "Keine Angst vorm Kinderschänder" im Buchhandel.


Meine wichtigste Botschaft an alle Eltern lautet:

INFORMIEREN SIE SICH RECHTZEITIG! Ich weiß, dass Ihnen das nicht gefällt, wenn ich das so sage, aber es ist richtig gefährlich, nicht wirklich gut Bescheid zu wissen. Beim Thema "Sexueller Missbrauch" abzuwarten und zu denken: "Wenn so etwas passiert, dann werde ich mich darum kümmern", ist wenigstens so fahrlässig, wie zu denken: "Ich bringe meinem Kind das Zähneputzen dann bei, wenn es faulige Zähne hat". Und welche irreparablen, schrecklichen Folgen es hat, wenn ein Verdacht besteht und dann Fehler gemacht werden, kann man sich erst gar nicht vorstellen.


Aber die Information über sexuellen Missbrauch ist für Eltern bislang nicht leicht zugänglich. Deshalb habe ich diesen Ratgeber geschrieben, um es Ihnen leichter zu machen. Und ich verspreche Ihnen, in diesem Buch quäle ich Sie mit keinem einzigen Detail, das Sie nicht zu wissen brauchen!



Es gibt also zwei große Probleme in der Prävention:


1. WAS TUT MAN, DAMIT ERST GAR NICHTS PASSIERT: Die Eltern verstehen zu wenig von der Dynamik beim sexuellen Missbrauch und wissen folglich nicht genug darüber, was und wie man es Kindern am besten beibringt.


Die meisten Sachen muss man wissen und behandeln BEVOR das Kind einem Täter in die Hände fällt. Da man aber nicht weiß, ob oder wann es soweit ist, sollten alle Eltern vorbeugend aktiv werden!


2. WAS TUT MAN, WENN (VIELLEICHT) ETWAS PASSIERT IST: Wenn Kinder missbraucht werden, sagen sie nichts - auch das wissen viele Eltern nicht. Sie wissen auch meistens sehr wenig darüber, woran man es erkennen könnte oder wann man einen Verdacht haben sollte oder was man am besten sagt und tut, wenn man einen Verdacht hat. Hier macht fast jeder ganz automatisch schlimme Fehler, wenn er nicht die richtigen Informationen hat.


Aber die meisten unterschätzen das Problem einfach oder hoffen, dass es ihr Kind nicht treffen wird. Ich finde das fahrlässig: Jedes 10. Kind erlebt im Laufe seines Lebens sexuellen Missbrauch, und die Eltern erfahren es - ohne entsprechende Aufklärung - meist gar nicht. Sie haben dann eben einfach nur ein "Problemkind".

Nehmen Sie sich die Zeit, machen Sie sich schlau, tun Sie etwas. Wenn Ratgeber lesen nicht Ihre Sache ist, gehen Sie zur nächsten Beratungsstelle für sexuellen Missbrauch und informieren sich dort über Möglichkeiten der Prävention. Die Anschrift Ihrer Beratungsstelle erfahren Sie bei N.I.N.A. Tel: 01805 - 1234 65, www.nina-info.de.

Die Mühe lohnt sich - selbst wenn Ihr Kind niemals einem  Kinderschänder begegnen sollte, denn was man tut, um Kinder vor Missbrauch zu schützen, hilft den Kindern auch, insgesamt im Leben besser zurecht zu kommen. 


Buch
Keine Angst vorm "Kinderschänder", 2010
Taschenbuch, 206 S.
ISBN 978-3-9812864-0-3
3. Aufl.
€ 13,50 (D), € 14,50 (A)

Voraussichtlich ab 2012 unter neuem Titel als E-Book: "Hände weg von meinem Kind!"

Gefahr "Sexueller Missbrauch" - Was Eltern tun können: Aufklärung, Prävention, Symptome, Gerichtsverfahren, Hilfe, Sonderteil: Glaubhaftigkeitsgutachten

Der erste Ratgeber gegen sexuellen Missbrauch, der von einer Betroffenen für Eltern geschrieben wurde


"WO ABER GEFAHR IST, WÄCHST DAS RETTENDE AUCH"
Friedrich Hölderlin